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Unseren diesjährigen, 3-wöchigen Jahresurlaub verbrachten Ruth Esther und ich mal wieder in der Dominikanischen Republik. Diese Reise konnte leider aus beruflichen Gründen erst kurzfristig gebucht werden, so daß wir die dafür notwendigen Flüge erst ca. 3 – 4 Wochen vor Beginn unserer Reise fix hatten. Da ich aber vor hatte, auch in diesem Urlaub wieder Afu-Betrieb zu machen, schickte ich meine Anfrage auf eine Gastlizenz sehr kurzfristig an die Telekommunikationsbehörde in Santo Domingo. Ich war mir dessen bewußt, daß es sehr mit einer Genehmigung bei dieser Kurzfristigkeit sehr eng werden würde und freute mich dann umso mehr, als ich dann kurz vor Reiseantritt, sozusagen in letzter Minute ein freundliches Schreiben von der dortigen Behörde erhielt.

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Ich druckte mir das Original der abgestempelten und unterschriebenen Genehmigung mit dem call HI5/DK1FY/p in Farbe aus und fertigte dazu gleich mehrere Kopien an. Kurzum, die Reise konnte nun beginnen. Ich verpackte mein gesamtes Portabel-Equipment wieder wie auch bei vergangenen Reise per Flugzeug in meinen großen Reisekoffer. Nach 5 stündiger Verspätung des geplanten Abfluges in Düsseldorf wurde uns aufgrund von technischen Probleme eine adäquate Ersatzmaschine zur Verfügung gestellt.

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Diese Maschine fliegt normalerweise britische Soldatinnen und Soldaten in Krisengebiete. Der Vorteil war die großzügige Beinfreiheit für größere Passagiere. Allerdings gab es keinerlei Fernseher an Bord. Das überaus aufgeschlossene, freundliche Personal an Bord versorgte uns sehr gut mit Erfrischungsgetränken und entsprechenden Mahlzeiten. Nach gut 10 Stunden Flug erreichten wir dann nach  einem insgesamt doch  recht ruhigen Flug den Flughafen Punta Cana im Südosten der Dom.Rep. Dort holte uns Ruth Esthers ältester Sohn direkt am Flughafen ab und fuhr uns mit unserem Leihwagen ins nahe gelegene Bavaro zu unserem für 2 Nächte gebuchten Hotel. Ausgeruht ging es dann am 3. Reisetag weiter über die Hauptstadt „Santo Domingo“ zu Ruth Esthers Eltern nach Galván bei Neyba am Lago Enriquillo. Diese Reise über gut 350 km zieht sich sehr, da viel sehr stark befahrende Landstraßen über Bani und Azua de Compostela zu nutzen sind.

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Die Wiedersehensfreude der Eltern und Geschwister war sehr groß. Wir feierten mit deren Verwandtschaft zusammen Silvester und den Geburtstag von Ruth Esthers Mutter am 01.01. d.J.

Erst dann baute ich so langsam mein Portabel Equipment auf. Da sich mein Lambda Halbe 5 Band Steckdipol auf anderen Reisen sehr gut bewährt hat, baute ich diesen im Garten von Ruth Esthers Eltern auf meinem leichten 6 m Portabel-Mast auf. Kabel verlegt und den Shack im Wohnzimmer bezogen mußte ich mit Entsetzen feststellen, daß mein Netzteil nur für 180 – 230 Volt ausgelegt ist.

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Glücklicherweise hatte ich zwischendurch schon über mein Alinco Handfunkgerät auf 2 m zu einem benachbarten Funkamateur namens „Fulvio“ HI5FIW aufgenommen, der mir sofort seine Hilfe anbot und mir eines seiner Netzteile für den gesamten Aufenthalt kostenlos zur Verfügung stellte. Interessanterweise gehört „Fulvio“ auch noch zur entfernteren Verwandtschaft von Ruth Esther.

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Am 6. Reisetag konnte ich endlich mit meinen KW – Funkaktivitäten beginnen. Es begann zunächst mit einigen zaghaften Antworten aus den Südstaaten der USA auf meine CW CQ – Rufe. Aber kaum wurde ich von gewissen oms im Cluster gespottet, fing das pile up an. SSB Betrieb wollte nicht so recht laufen, so daß ich in der Dom. Rep. die knapp 90 zustande gekommenen QSOs alle ausschleßlich in CW abgewickelt habe.  Ein Großteil davon waren natürlich Stationen aus den USA, gefolgt von Stationen aus Kolumbien, Venezuela, Mexico und Kanada, sowie einige Kontakte mit Deutschland, Schweden, Litauen, England, Frankreich, Korsika, Italien, Tschechien und die Niederlande. Von den QSOs nach DL war das Signal von Sascha DL1HI mit zugeschalteter PA ganz klar das Stärkste.

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Da die oberen Bänder von 17 – 10 grundsätzlich tot waren und somit keine QSOs zuließen, arbeitete ich hauptsächlich auf 20 und 40 m. Unseren Frank N3IK (alias DL4OCF) aus dem Raum Washington konnte ich dann auch noch auf 40 m arbeiten.

Am Meisten gefreut hat mich die Verbindung zu den  Galapagos, obwohl das von der Karibik kein großes Problem darstellt.

Mein domikanischer Funkfreund arrangierte dann noch kurzerhand ein kleines Treffen mit 2 weiteren oms aus Galván und dem Nachbarort Neiba. Dort in der Dom. Rep. wie auch in Nord- und Südamerika hat der Amateurfunk einen sehr hohen Stellenwert. „Fulvio“ selbst hatte nach der Haiti-Katastrophe vor einigen Jahren eine stabile Funkverbindung zwischen der Dom. Rep. und Haiti hergestellt, um eine reibunslose Kommunikation zwischen den Einsatzkräften zu ermöglichen.

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Neben den schönen Funkverbindungen unternahmen wir natürlich auch in diesem Jahr wieder einige schöne Ausflüge wie z.B. nach Barrahona, der Bezirkshauptstadt südlich von Galván, nach San Juan (ca. 70 km nördlich gelegen) oder auch nach Cotui in den schönen, grünen Norden der Insel.

Mit sehr vielen neuen bzw. interessanten Eindrücken sind wir dann am Sonntag Abend, d. 20.01. gegen 20:30 Uhr wieder wohl behalten bei uns am Tankumsee eingetroffen.

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Sascha (DL1HI) war so nett und holte uns am Hauptbahnhof in Wolfsburg ab.

Um den gearbeiteten Stationen auch wieder eine schöne QSL-Karte zukommen zu lassen, habe ich bereits mit dem QSL Shop in Berlin telefonischen Kontakt aufgenommen. Dazu werde ich noch 2 – 3 aussagekräftige Fotos runderladen und dorthin schicken.

Auch in Zukunft werden wir ganz bestimmt wieder diese schöne,  große Insel in der Karibik bereisen und befunken.

Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei den o.a. oms, die sich für mich die Zeit genommen haben, ein QSO in CW zu realisieren.

Die allerbesten 73 de Holger mit dem Dom. Rep. call HI5/DK1FY/p