Unsere zweite Urlaubsreise in diesem Jahr führte uns für gut eine Woche, vom 16. bis zum 23.09.2017, auf die Kanaren-Insel Fuerteventura. Kurzfristig am Flughafen Hannover-Langenhagen gebucht, verbrachten wir einen sehr entspannten Urlaub im Südwesten der Insel an der Costa Calma in einem sehr schönen Appartement, parterre im 4-Sterne-Plus-Hotel "Costa Calma Beach Resort". 

Es durfte natürlich auch hier wieder nicht an Amateurfunk-Equipment fehlen. Neben meinem YAESU FT 857D-Transceiver packte ich mein kleines CW-Paddle, sowie Netzteil, diverse Kabel, Kopfhörer und Headset, als auch meinen Lambdahalbe Steckdipol von 10 bis 20 m plus 6-m-Portabelmast in meinen Koffer. Vorher gut überlegt, kam ich auch hier wieder auf circa zehn Kilogramm Gewicht, so dass ich in meinem Koffer dann noch weiteren Platz für Bekleidung und Waschzeug etc. hatte.

Zudem nahm ich auch auf diese Reise wieder mein Alinco 2-m und 70-cm-Handfunkgerät mit. Trotz dieses doch recht kurzem Aufenthaltes auf dieser ausgesprochenen Badeinsel liehen wir uns für drei Tage einen Kleinwagen, um die Insel etwas näher zu erkunden. Das erwies sich als vernünftig, denn nach drei ausgiebigen Inseltouren in den Norden, in die Mitte und in den Hauptort "Puerto del Rosario" sowie in den Süden der Insel hatten wir wohl das Wesentliche auf der Insel gesehen. Durch meine Relais-App auf meinem Android Smartphone fand ich ein 2-m-Relais, welches sich in ca. 800 m über n.N. im nördlichen Bereich der Insel befindet.

Was ich bis zu meinem ersten UKW-QSO nicht wusste war, dass dieses Relais im Verbund zu anderen 2-m-Relais auf den Nachbarinseln der Kanaren steht. Das ermöglichte mir diverse FM QSO´s über diesen Relais-Verbund nach Lanzarote, Gran Canaria und Teneriffa. Meinen sehr leichten 6-m-Portabelmast von Lambdahalbe mit dem 5-Band-Steckdipol befestigte ich mit Kabelbindern an einem längerem Baumstumpf auf der Terrasse vor unserem Appartement. Obwohl dieser Standort sicherlich nicht der optimalste war, konnte ich hauptsächlich auf 20 und 17 m diverse US-Stationen, sowie OM´s aus dem nördlichen Bereich Finnlands und Schwedens, und eine Station aus Slowenien arbeiten.

In SSB habe ich dieses Mal nur ein QSO auf 20 m zu einem OM nach St. Helena im Süd-Atlantik geführt. Das Grundrauschen auf den Kurzwellen-Bändern war sehr gering und lag bei ca. S1 bis S2, so dass ich recht viel hören konnte - auch schwächere Signale. Alles in allem waren die dortigen Bedingungen leider eher schlecht als recht. Aber mit Kopfhörer bestückt und meinem kleinen Paddle konnte ich in CW auf Kurzwelle einige sehr schöne QSOs fahren.

Nach unserer SV5-Tour im April letzten Jahres hat mich auch diese Reise nach EA8 wieder gelehrt, dass Amateurfunk Experimentierfunk ist und einem immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Nicht nur die unterschiedlichsten, örtlichen Gegebenheiten, sondern auch die manchmal sehr schlechte Propagation auf den einzelnen Kurzwellen-Bändern erfordert Besonnenheit.

como siempre vy 73 de Ruth Esther es Holger

Dieses Mal unter EA8 / DK1FY / p von der Kanaren - Insel "Fuerteventura"