Einige haben vielleicht schon von dem NASA Projekt - MAVEN - gehört. Es handelt sich hier um eine Marsmission zur Erkundung der erdähnlichen Ionosphäre des Mars. Jedoch ist diese gleichzusetzen mit dem der Erde und liefert somit nützliche und neue Rückschlüsse.

Natürlich ist jedem Funkamateur die Existenz und Wichtigkeit der verschiedenen Schichten bekannt. Auch ist bekannt, dass diese jeden Tag zum Greyline löchrig werden, sich auflösen und später wieder aufbauen. Jedoch konnte seit der Entdeckung der Schichten vor 80 Jahren hier keine wirkliche genaue Forschung stattfinden.

Warum ist die Erforschung so schwer und warum sucht man auf dem Mars? Dies liegt daran, dass die Position der Ionosphäre auf der Erde für die menschliche Technologie schwer erreichbar ist. Also sind z. B. Flugzeuge nicht in der Lage sich in der Höhe konstant zu bewegen, da die Luftkonzentration zu niedrig ist. Als nächstes könnte man doch einfach einen Satelliten auf eine solche Position bringen. Gut gedacht, aber leider nicht möglich. Denn für einen Satelliten ist in dem Bereich der Schichten jedoch noch zu viel Luft um sich in Ruhe im Orbit zu positionieren.

Das Einzige was hier möglich wäre, ist ein raketenähnliches Vehikel. Jedoch ist dies nicht in der Lage sich mehr als wenige Minuten ruhig in dieser Höhe zu bewegen. Somit ist hier eine langfristige Erforschung dieses Bereichs nähe der Erde fast unmöglich.

Doch was fanden die Forscher mit Hilfe von MAVEN heraus? Zuerst stellte man fest, dass die Schichten auf der Erde sehr instabil sind und sich rasend schnell verändern. Was aber auf dem Mars nicht der Fall ist. Somit ist hier eine Beobachtung mit einer Sonde in der dünnen Atmosphäre des Mars wesentlich einfacher für eine langfristige Untersuchung geeignet.

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Bild: NASA

Was nun besonders auffiel ist, dass die Schichten sich nicht konstant geschlossen (wie vorher angenommen) um den Mars bewegen. Somit wäre dies auch auf der Erde nicht der Fall.

Als nächstes fand man hier Gräben mit niedrigerer Plasmadichte zwischen den einzelnen Teilstücken der Gasschicht bzw. der Ionosphäre. Des Weiteren setzt sich die Schicht oder die Schichten mehr aus vielen Teilstücken und ihren Spiegelstücken zusammen. Denn jedes Teilstück einer Plasmawolke besitzt nach einer Lücke mit geringer Plasmadichte auf der gleichen Höhe ein Spiegelstück.

Seit Jahrzehnten ging die Wissenschaft von konstanten Schichten aus, was nun widerlegt wurde.

Somit ist das Greyline Phänomen wieder mit weiteren Fragen konfrontiert. So ist z. B. die tägliche Auflösung vielleicht immer nur auf Teilstücke und deren Spiegelstücke bezogen, die sich unkontrolliert auflösen. Also wären dies keine entstandenen Lücken bzw. Löcher im Plasma, sondern mehr das Wegbrechen von kompletten Teilstücken die nach bestimmten Voraussetzungen wie LEGO Bausteine verschwinden. Was das chaotische Verhalten erklären könnte.

Aber dies sind nur Neuigkeiten im Februar 2020 von MAVEN. Was man sonst noch findet, da können wir weiterhin gespannt sein.

73,

Cornelius - DO1FER

 

NASA Video - Projekt MAVEN // https://youtu.be/Y6RBFhzjnV4